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Hätten Sie’s gewusst? Der Löschbezirk Eiweiler wurde im Januar 2012 bereits 111 Jahre alt.
Wer kann sich nicht noch erinnern, an die 100-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Eiweiler am Festwochenende 16./17. Juni 2001. Eine festlich geschmückte Großwaldhalle - bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle Löschbezirke der Feuerwehr Heusweiler, Wehren der Nachbargemeinden, die Partnerwehr aus dem hessischen Londorf, zahlreiche Bürgerrinnen und Bürger, die Eiweiler Vereine und Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik gehörten zu den Gratulanten und dankten mit ihren Grußworten und Geschenken dem Löschbezirk Eiweiler für 100 Jahre „Dienst am Nächsten“. SR3 - Rendezvous der Saarlandwelle - live aus der Großwaldhalle. Ein Festumzug, entlang der Straßen Zum Wengenwald, Lebacher Strasse und Großwaldstraße, mit 40 Gruppen befreundeter Feuerwehren, aller örtlichen Vereine, Spielmannszüge und Musikvereine. Dies waren die Höhepunkte einer rundum gelungenen Jubiläumsveranstaltung zum 100jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Eiweiler. Ein Festwochenende, an das man sich noch heute gerne erinnert, nicht nur in den Reihen der Feuerwehr. Es war genau am 27. Januar 1901, an einem "Kaiser-Geburtstag", als sich in Eiweiler die Freiwillige Feuerwehr gründete. 43 engagierte Bürger nahmen an der Gründungsversammlung teil und wählten Edmund GeissIer zum ersten Wehrführer. Als weitere sind uns heute nur noch die Namen Johann Breininger, Schäfer, Prinz, Gier, Sträßer und Müller bekannt. Namen, die in den Jahrzehnten nach der Gründung bis heute immer wieder in der Mitgliederliste zu finden sind, und die bis heute ihren guten Klang behalten haben.
In etwas mehr als hundert Häusern wohnten damals ca. 650 Eiweiler Einwohner. 43 Wehrleute auf 100 Häuser - eine ideale Brandbekämpfungsziffer. Lederne Löscheimer und eine noch gerade brauchbare Handpumpe zählten zu den ersten Ausrüstungsgegenständen. Ausdauer, Geschicklichkeit und Mut gehörten zu den persönlichen Fertigkeiten der Wehrmänner. Tugenden, über die auch die gegenwärtigen Wehrleute verfügen müssen. Wer hätte sich damals träumen lassen, dass 100 Jahre später Hochleistungsmaschinen und spezielle Gerätschaften, neben dem Wasser, die Chemie zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Die Feuerwehrmänner werden auch längst nicht mehr mit Glocken zusammengerufen. Selbst die Sirene ist nicht mehr neuester Stand der Technik. Die Hochfrequenztechnik macht es möglich, dass die Eiweiler Feuerwehrleute per digitaler Meldeempfänger alarmiert werden und ab Mitte 2012 hält auch der Digitalfunk bei der Feuerwehr Einzug und ersetzt den analogen Funk. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass die gegenwärtigen Feuerwehrmänner (30 Mann) in hohem Maße über Leistungsabzeichen verfügen. Bei gemeinschaftlichen Übungen oder Feuerwehrwettkämpfen, aber auch im Einsatz hat der Löschbezirk Eiweiler stets seinen hohen Leistungsstand bewiesen. Doch zurück zur Geschichte: Der zweite Weltkrieg forderte auch in der Eiweiler Wehr seine Opfer. Darüber hinaus ging die gesamte Ausrüstung verloren. Wilhelm Knauber, Johann Prinz, Fridolin Dörr und Jakob Bauer bauten unmittelbar nach Kriegsende eine neue Feuerwehrmannschaft auf. Im Oktober 1945 verfügte die Eiweiler Wehr über eine Stärke von 28 Mann. Diese Stärke konnte bis zum 50jährigen Jubiläum im Jahre 1951 gehalten werden
1956 erhielt der Löschbezirk Eiweiler sein erstes Feuerwehrfahrzeug, einen LF 8 von Citroen, den der Löschbezirk bis zum 5. Februar 1999 in Betrieb hatte. 1991 hatte das Fahrzeug sogar einen Preis in einem Oldtimer-Wettbewerb errungen.
Unter der langjährigen Führung von Egbert Otto, der über große technische Kenntnisse und Erfahrungen verfügte, erhielt die Eiweiler Wehr 1972 ein zeitgemäßes Mercedes-Benz Löschgruppenfahrzeug LF-16 mit eingebautem 1600-Liter-Tank. Der Löschbezirk Eiweiler ist ständig bestrebt, bei technischen Verbesserungen auf dem neuesten Stand zu bleiben. Neue Anforderungen erfordern eben nicht nur vermehrten persönlichen Einsatz, sondern auch eine auf die entsprechende Situation abgestimmte Ausrüstung.
Zu diesen neuen Anforderungen zählen zweifelsohne die Einsätze, die in den Eiweiler Betrieben, oder im Bereich von Umweltgefährdungen anfallen. Ortskenntnis und das Wissen um die besondere Gefährdung durch zum Teil hochexplosiver, giftiger oder ätzender Materialien gehören gewiss nicht zum Alltagsgeschäft eines freiwilligen Feuerwehrmannes. Um so bedeutender ist die gute Zusammenarbeit des Löschbezirk Eiweiler mit allen 11 weiteren Löschbezirken der Feuerwehr Heusweiler, der Werkfeuerwehr der Agepan Tarkett Laminatepark GmbH & Co. KG und den Feuerwehren der Nachbargemeinden. Ausgelöst durch die immer schlechter werdende Finanzlage bei Gemeinden, Regionalverband und Land wurde der Löschbezirk gezwungen sich nach neuen Wegen zur Materialbeschaffung umzusehen. Dadurch wurde dann die Idee eines Fördervereins geboren. Gesagt.....getan, am 18.04.2003 wurde der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Heusweiler Löschbezirk Eiweiler e.V. gegründet. Der Förderverein dient der Förderung des Feuerwehrwesens, des Feuerschutzes, der Jugendpflege, der Jugendförderung und der Pflege der Kameradschaft. Der Verein ist selbstlos tätig und die Zuwendungen stehen der Freiwilligen Feuerwehr Heusweiler Löschbezirk Eiweiler zu.
Ewald Müller Jürgen Schäfer Zeitlich genau nachvollziehbar sind lediglich die Amtszeiten der beiden Vorgänger von Jürgen Schäfer. Löschbezirksführer Egbert Otto (1965 bis 1983) und Ewald Müller (1983 - 2007).
Jörg Steimer Dirk Ziegler
In den bisherigen Zeilen erschien das Wort Kameradschaft noch nicht - wohl weil es im Vereinswesen all zu gerne gebraucht, manchmal auch missbraucht wird. Ohne Kameradschaft, im Sinne von gegenseitiger Hilfe, vom Anpacken wo es Not tut, ohne eine solche Kameradschaft ist kein Brand zu bekämpfen. Ohne einen solchen Einsatz wären auch die zahlreichen Sonderveranstaltungen im Vereinsleben des Löschbezirk Eiweiler nicht möglich. Erwähnt seien die schon zur Tradition gewordenen Feuerwehr-Leistungsmärsche, anlässlich des jährlich stattfindenden Sommerfestes. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4
In etwas mehr als hundert Häusern wohnten damals ca. 650 Eiweiler Einwohner. 43 Wehrleute auf 100 Häuser - eine ideale Brandbekämpfungsziffer. Lederne Löscheimer und eine noch gerade brauchbare Handpumpe zählten zu den ersten Ausrüstungsgegenständen. Ausdauer, Geschicklichkeit und Mut gehörten zu den persönlichen Fertigkeiten der Wehrmänner. Tugenden, über die auch die gegenwärtigen Wehrleute verfügen müssen. Wer hätte sich damals träumen lassen, dass 100 Jahre später Hochleistungsmaschinen und spezielle Gerätschaften, neben dem Wasser, die Chemie zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Die Feuerwehrmänner werden auch längst nicht mehr mit Glocken zusammengerufen. Selbst die Sirene ist nicht mehr neuester Stand der Technik. Die Hochfrequenztechnik macht es möglich, dass die Eiweiler Feuerwehrleute per digitaler Meldeempfänger alarmiert werden und ab Mitte 2012 hält auch der Digitalfunk bei der Feuerwehr Einzug und ersetzt den analogen Funk. Erste Ausrüstungsgegenstände waren lederne Löscheimer und eine gerade noch brauchbare Handpumpe. 27 Jahre lang benutzte die Eiweiler Wehr die veraltete Pumpe. Unter Brandmeister Georg Ziegler, er war 1908 Wehrführer geworden, erhielt die Feuerwehr im Jahre 1928 eine zeitgemäße Motorpumpe. In den folgenden Jahren wurde die Brandbekämpfung wesentlich straffer organisiert. Das Sitzungs- und Protokollbuch unterstreicht diese Entwicklung, die auch eine Folge des sich ändernden Gesellschaftsbildes während der Zeit des Nationalsozialismus gewesen sein mag. Was vorher noch reine Besprechungszusammenkünften waren, wurde nun zu durchorganisierten Wehrübungen und Einsatzproben. Zwar haben sich die Zeitumstände geändert, allerdings fordern und beanspruchen das üben für den Ernstfall, das ständige Trainieren der feuerwehrspezifischen Fertigkeiten und nicht zuletzt die Wartung und Pflege der Fahrzeuge und Gerätschaften, die heutige Feuerwehrgeneration intensiver denn je. Die Teilnahme an der Feuerwehr Grundausbildung zum Truppmann und Truppführer, sowie die Teilnahme an Sonderlehrgängen wie etwa Atemschutzlehrgänge, Maschinistenlehrgänge, Sprechfunker oder den Lehrgang ABC - Einsatz ist heute für jeden Angehörigen im Löschbezirk Eiweiler verpflichtend.
Doch zurück zur Geschichte. Der zweite Weltkrieg forderte auch in der Eiweiler Wehr seine Opfer. Darüber hinaus ging die gesamte Ausrüstung verloren. Wilhelm Knauber, Johann Prinz, Fridolin Dörr und Jakob Bauer bauten unmittelbar nach Kriegsende eine neue Feuerwehrmannschaft auf. Im Oktober 1945 verfügte die Eiweiler Wehr über eine Stärke von 28 Mann. Diese Stärke konnte bis zum 50jährigen Jubiläum im Jahre 1951 gehalten werden. Zu diesem Jubiläum schaffte die Wehr ein Tragkraftspritzenanhänger an. |










